Praktischer Ablauf

Methoden - Voruntersuchungen bei einer Augenkorrektur (?)

Entscheidet man sich für einen operativen Eingriff um das Sehvermögen zu verbessern, so steht einem als Patient mittlerweile eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Behandlungsmethoden bestehen teils teils nur leicht, teils jedoch auch erheblich. Dazu kommt, dass nicht jedes Auge für die gleiche Methode geeignet ist. Was allerdings anfangs nach einem Kritikpunkt klingt ist in Wirklichkeit ein äußerst positiver Aspekt. Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten ist prinzipiell für jeden Patienten das bestmögliche Angebot dabei. In diesem Artikel werden wir kurz alle gängigen Augenlaser-Methoden vorstellen. Möchten Sie im Anschluss tiefer die Materie der einzelnen Methoden eintauchen und sich weiter informieren, dann finden Sie hier bei uns ausführliche Informationen dazu.

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Lasik (von -10 bis +4 Dioptrien)

Seit Anfang der 1990er Jahre wird die immer noch sehr beliebte LASIK-Methode angewandt. Bei der LASIK wird im Gegensatz zur LASEK die Hornhaut des Auges nicht direkt auf der Seite der Oberfläche behandelt, sondern mittels eines Mikrokeratom ein so genannter “Flap” generiert. Dieser Flap ist ein kleiner Hornhautdeckel, der für die weitere Behandlung des Auges zur Seite geklappt wird. Wurde das Auge dadurch vorbereitet, so kann im Anschluss die Hornhaut durch den Laser behandelt, beziehungsweise neu geformt werden. Nach der Behandlung der Hornhaut wird der Flap dann wie eine Art körpereigener Wundverband zurückgeklappt und das Auge kann mit dem Heilungsprozess beginnen. Die LASIK ist zu nahezu 100 Prozent schmerzfrei.

 

Femto-LASIK (von -10 bis +4 Dioptrien)

Der einzig größere Unterschied zwischen der Femto-LASIK und der LASIK liegt in der Generierung des so genannten “Flaps”. Bei der Femto-LASIK-Methode wird der Flap durch einen Femtosekundenlaser hergestellt. Dies verspricht eine noch höhere Präzision während der Behandlung des Auges. Im weiteren Verlauf der Operation unterscheidet sich die Femto-LASIK nicht von der klassischen LASIK. Beide Methoden sind noch immer die beliebtesten Methoden zur Behandlung einer Fehlsichtigkeit. Die LASIK als auch die Femto-LASIK machen knapp 80 Prozent aller operativen Lasereingriffe aus und erfreuen sich somit an größter Beliebtheit.

 

ReLEx SMILE (bis -10 Dioptrien)

Die ReLEx SMILE, die Methode mit dem ausgefallenen Namen, ist die modernste Augenlasermethode. Hierbei kommt bei der kompletten Behandlung ausschließlich ein Femtosekundenlaser zum Einsatz. Mit dem Femtosekundenlaser wird ein Hornhautscheibchen, ein so genanntes Lentikel heraus gelöst und im Anschluss durch einen winzigen Schnitt aus dem Inneren der Hornhaut herausgezogen. Was erst einmal relativ kompliziert klingt, ist in Wirklichkeit keine große Zauberei. Durch den minimalen operativen Aufwand spricht man bei dieser Methode auch vom “minimal-invasivem Operieren”.

 

LASEK/PRK (von -8 bis +3 Dioptrien)

Die älteste Methode des Augenlaserns stellt die LASEK, beziehungsweise die PRK dar. Seit Ende der 1980er Jahre wird sie praktiziert und ist auch heute noch äußerst populär. Weil dieses Verfahren auch bei einer dünneren Hornhaut angewendet werden kann, stellt sie für einen Teil er Patienten eine besonders gute Alternative zur LASIK dar. Die Ergebnisse, die mit der LASEK/PRK erzielt werden können, sind äußerst gut und bieten besonders Patienten mit speziellen Seh-Problemen Abhilfe.

 

Trans-PRK (von -8 bis +3 Dioptrien)

Eine weitere ideale Methode für Patienten mit dünner Hornhaut ist die Trans-PRK. Diese Weiterentwicklung der PRK ist bekannt für ihre äußerst präzisen Ergebnisse. Ermöglicht wird dies durch den ausschließlichen Einsatz eines Excimerlasers, der dieser Methode auch den Namen “No-Touch-PRK” verleiht. Die Trans-PRK ist zwar etwas teurer als die klassische PRK, jedoch sieht man das auch im Ergebnis - im wahrsten Sinne des Wortes.

 

PresbyMAX (von -4 bis +4 Dioptrien)

Mit dieser neuartigen Methode zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit können neben einer Vielzahl von Problemen auch altersbedingte Seh-Probleme behoben werden. Die PresbyMAX wurde vom Unternehmen “Schwind” entwickelt und ähnelt stark der Femto-LASIK. Die Presby-MAX wird wird bisher nur von wenigen deutschen Ärzten angewandt, da im Zuge der Behandlung oftmals auf implantierte Multifokallinsen zurückgegriffen wird. Diese Implantation ist in Deutschland bisher nicht besonders weit verbreitet.